04.12.2018

von DRK B° RB

Hilfseinsatz vor 30 Jahren

Armeniens Staatspräsident zeichnet DRK-Helfer für Erdbebeneinsatz aus

Rotes Kreuz

Anlässlich des 30. Jahrestages des verheerenden Erdbebens in Armenien hat Staatspräsident Amen Sarkissian in Berlin im Gedenken an eine der größten deutschen Hilfsaktionen zehn verdiente Helfer des DRK aus Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Berlin geehrt. „Dieser Hilfseinsatz des Deutschen Roten Kreuzes für unser Land vor 30 Jahren sowie die bis heute anhaltende Unterstützung zeugen davon, dass Menschlichkeit keine Grenzen kennt“, sagte der Staatspräsident bei seinem Besuch im DRK-Generalsekretariat am 27. November 2018.

DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt bedankte sich herzlich für die Ehrung der Helfer und überreichte der Gattin des Staatspräsidenten, Nouneh Sarkissian, einen Spendenscheck über 10.000 € für das Mutter-Kind-Zentrum in Gumri. In dieser 1993 eröffneten Einrichtung, die aus Spenden der Berliner Bevölkerung und der Wirtschaft finanziert wurde, werden mittlerweile 17.000 Menschen medizinisch betreut.

Rund 50.000 Menschen waren am 7. Dezember 1988 in der damaligen Sowjetrepublik von einem Erdbeben verschüttet worden. Etwa 25.000 Menschen starben. „Angesichts des Ausmaßes der Schäden bat die damalige sowjetische Regierung ungeachtet des Kalten Krieges zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg weltweit um humanitäre Hilfe“, sagte Hasselfeldt. „Für alle Beteiligten, insbesondere für diejenigen, die diese große Rotkreuzoperation hoch motiviert bei wochenlanger klirrender Kälte und einer Unterbringung in Zelten unterstützt haben, wird dieser Einsatz unvergessen bleiben.“ 

Bei der bis dahin einmaligen Aktion für Opfer einer Naturkatastrophe jenseits des Eisernen Vorhangs leistete das DRK Hilfen in Höhe von 120 Millionen DM (mehr als 61 Millionen €) für die erste Nothilfe und den Wiederaufbau. Noch in der Nacht vom 9. auf den 10. Dezember startete der erste Hilfsflug mit 14 DRK-Helfern, Rettungshunden und Blutkonserven. Bis Ende Januar 1988 brachten insgesamt 29 Flugzeuge Hilfe zum Überleben. 

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