04.06.2018

von akz-o B° RB

Indoor-Generation

Studie beleuchtet die Risiken der heutigen "Indoor-Generation"

Als "Indoor-Generation" wird eine wachsende Zahl von Menschen bezeichnet, die im Vergleich zu früheren Generationen den weitaus größten Teil ihrer Zeit in geschlossenen Räumen verbringen

Brauchen Häuser Warnhinweise oder eine Gesundheitskennzeichnung? Eine neue Umfrage zeigt, dass der breiten Öffentlichkeit nicht bewusst ist, welche beträchtlichen Gesundheitsrisiken drohen, wenn man sich zu lange in ungesunden Gebäuden aufhält.

Menschen verbringen im Durchschnitt 90 % ihrer Zeit in geschlossenen Räumen. Im Rahmen einer neuen Studie von YouGov für die Velux Gruppe wurden 16.000 Menschen in 14 Ländern in Europa und Nordamerika befragt, wie sie ihr Indoor-Leben wahrnehmen.

Es zeigte sich, dass die meisten davon ausgehen, weniger Zeit in Gebäuden zu verbringen als dies tatsächlich der Fall ist. 82 % der Befragten sind der Meinung, dass sie sich weniger als 21 Stunden pro Tag in Räumen aufhalten – tatsächlich sind es aber mit über 21 Stunden gut 90 % des Tages. Nur 23 % sind sich der Tatsache bewusst, dass die Raumluft bis zu fünfmal stärker mit Schadstoffen belastet sein kann als die Außenluft. Dabei zählen die Schlafräume von Kindern zu den am stärksten belasteten Räumen im Haus.

„Es zeigt sich, dass wir das Bewusstsein für unsere Indoor-Lebensgewohnheiten und das Wissen über deren Auswirkungen auf Körper und Geist unter den Gesichtspunkten Gesundheit und Wohlbefinden noch verbessern müssen“, so Peter Foldbjerg, Head of Daylight Energy and Indoor Climate bei Velux. „Wie die Forschung zeigt, steigt das Asthmarisiko um 40 %, wenn man in feuchten und schimmeligen Gebäuden lebt, und außerdem wird man auch anfälliger für andere Krankheiten.“

Aktivitäten des täglichen Lebens im Haus wie Kochen, Saubermachen und Duschen, das Trocknen von Wäsche, sogar das Schlafen und Atmen belasten die Raumluft. Das kann im Laufe der Zeit zu Erkrankungen führen. Tatsächlich befürchten Experten in den nächsten Jahren einen Anstieg von Asthma und Allergien bei Kindern. Es gilt also, die Gestaltung der Häuser und öffentlichen Gebäude so zu optimieren, dass das Problem der Raumluftbelastung und der vielen Zeit, die die „Indoor-Generation“ in geschlossenen Räumen verbringt, angegangen wird.

Tipps und Informationen dazu, was jeder selbst schon mit einfachsten Maßnahmen für ein gesünderes Zuhause tun kann, und ein Kurzfilm, der über die „Indoor-Generation“ und deren Risiken aufklärt, finden sich unter www.velux.de/indoorgeneration.

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