26.09.2018

von Stiftung Warentest B° RB

Online-Supermärkte

Stiftung Warentest. Online-Supermärkte: Kein Liefer­dienst war gut: Kühl­pflichtiges zu warm, zu viel Müll

Tüten-Parade: Rewe Liefer­service verteilt 13 Produkte auf fünf Tüten

Onlineshopping heißt längst nicht mehr nur Klamotten und Bücher bestellen, sondern auch Lebensmittel und andere Dinge aus dem Supermarkt. Die Stiftung Warentest hat für die Oktober-Ausgabe von test groß im Internet einge­kauft und liefern lassen. Das Ergebnis könnte besser sein: Kühl­waren kommen häufig viel zu warm an, außerdem fällt bei einigen Diensten extrem viel Trans­portmüll an.

Schöne neue Welt: Sich Einkaufs­wagen­geschiebe und Supermarkt­kassen­schlange sparen und statt­dessen bequem im Internet bestellen und liefern lassen. Interes­sant für Leute, die nicht gut laufen oder tragen können und für Kunden ohne eigenes Auto oder für alle, die einfach mehr Zeit für andere Dinge haben wollen.

Aber von zehn Diensten, die sich die Experten von der Stiftung Warentest genauer angesehen haben, konnte keiner so richtig über­zeugen. Lebens­mittel, die gekühlt werden müssen, kamen in den Test­haushalten teils mit über 20 Grad Celsius an. 4 Grad sollten zum Beispiel beim bestellten Hähn­chen­fleisch laut DIN-Norm nicht über­schritten werden.

Auch landen reichlich Tüten, Folien, Styropor und Kartons im Müll, denn die Lebens­mittel sind oft groß­zügig verpackt. Bei 12 der 50 Lieferungen war das georderte Wasch­pulver zu riechen. Von 536 Eiern war nur eins zerbrochen, jedoch waren die Erdbeeren oft matschig. Nur selten fehlte auch etwas.

Insgesamt waren alle Dienste befriedigend bis ausreichend. Am besten schnitt MyTime.de aus Ostfries­land ab, der bundes­weit liefert.

„Liefern lassen ist nicht billig“, so test-Redak­teurin Ina Bock­holt. „Das Zusammen­stellen der Lebens­mittel, das Verpacken und die Zustellung kosten natürlich etwas. Die Anbieter verlangen daher Liefer­gebühren, oft um die 5 Euro. Sie entfallen teils bei höheren Bestell­werten. Nicht wenige Anbieter fordern auch einen Mindest­bestell­wert, zum Beispiel von 40 Euro.“ Insgesamt ist noch viel Luft nach oben.

Der Test Online-Supermärkte findet sich in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online abruf­bar.

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